Und heute ist der Tag vor dem ich mich immer gefürchtet habe.
Wir kennen uns seit 3 Jahren. Ich habe dich immer besser kennengelernt. Mittlerweile kenne ich dich so gut. Mich hat immer geschockt, wie du mit anderen umgegangen bist und vor allem, wie du Kontakte beendet hast. Ich hatte immer Angst davor, dass du den Kontakt auch eines Tages mit mir beenden könntest und zwar genau auf diese brutale, schmerzhafte Art, die ich schon so oft gesehen habe.
Heute ist dieser Tag und es tut genau so scheiße weh, wie ich es mir vorgestellt habe.
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Du hast mich an die Verzweiflung getrieben. Ich habe geheult, weil für mich ein Teil meiner Welt zusammenbrach. Auf einmal fehlte ein Teil des Zuhause, zu dem ich zurückkehren kann. Mir gingen all die gemeinsamen Erlebnisse und schönen Gefühle, die ich damit verbinde durch den Kopf, mit dem Hintergedanken, dass es nie wieder so sein wird.
Ich flehte dich förmlich an, dass du mir den Grund für den Kontaktabbruch sagst. Das ist das einzige, worum ich dich nach den 3 Jahren bitte. Du willst es mir nicht sagen. Doch dann rufst du an. Ich mache mich auf das schwerste Gespräch meines Lebens gefasst. Ich nehme ab, schon fast zu schwach zum sprechen. Dann sagst du: "War nur ein Spaß" .........
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Das ist nicht dein Ernst oder? Ich fragte warum. Du antwortest: "Weil mir langweilig war".
Du bringst deine Schwester zum weinen und verzweifeln, weil dir langweilig ist????????
Ich verstehe es nicht. So enttäuscht, erschüttert, entrüstet oder was auch immer war ich noch nie. Doch ich habe mich zusammengerissen, Ich habe dich nicht angeschrien, dir nicht gesagt, dass nichts mehr so wie früher sein kann, nachdem du das gemacht hast. Willst du wissen, warum ich das nicht gemacht habe? Weil du es nicht verstanden hättest, dass hat mir deine Aktion klar gemacht.
Es tut mir leid. Für mich ist ein Teil unserer Freundschaft zerbrochen, ein wichtiger, und du hast es nicht mal bemerkt. Ich weiß nicht, ob ich dich je wieder Bruder nennen kann.
Ich bin nicht nachtragend, das habe ich mir geschworen. Denn dieses ständige Nachtragen führt zu so viel Leid auf der Welt. Doch dieses mal bemerke ich das erste Mal, wie schwer es ist, nicht nachtragend zu sein. Ich habe wirklich überlegt, dir das nicht zu verzeihen, weil du eine Linie überschritten hast, die meiner Meinung nach in einer Freundschaft nicht übertreten werden darf, nicht aus Langeweile! Aber wem würde das was bringen? Ich hätte nichts davon, denn du würdest es nicht verstehen, warum ich das gemacht hätte und außerdem bedeutest du immer nicht mehr als nichts, schließlich teilen wir so viele gemeinsame Erinnerungen.
Ich verstehe es immer noch nicht und ich werde diese Handlung wahrscheinlich auch nie verstehen. Wirklich schade, dass du das gemacht hast...
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