Dienstag, 24. September 2013

1000 Gesichter

Was soll ich denn machen?
Ich habe doch alles versucht, oder?
Bin ich daran schuld, dass alles so kam?

Wieder geht etwas in die Brüche, das mir so viel bedeutet. Es war absehbar, irgendwie. Doch wenn das der Fall ist, warum konnte ich das nicht aufhalten?
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das alles insgeheim so wollte. Die Freundschaft zwischen den beiden habe ich zerstört, damit die Freundschaft zu mir intensiver wird. Es hat funktioniert. Fast 100% Erfolg. Ist doch gut, oder?
Wenn sich die beiden streiten, bin ich ihr Anker. Mir konnten sie immer vertrauen und können es noch, zumindest theoretisch. Was bin ich für ein Mensch, dass ich Freundschaften zerstöre um mich nicht so einsam zu fühlen, damit ich wichtiger in deren Leben werde.
Zwar leide ich unter der ganzen Geschichte, aber ich bin tatsächlich nicht mehr so einsam. Die beiden sehen sich nicht mehr so oft. Ich bin zu einem wichtigen Teil ihres Lebens geworden.
Ihr habe ich den guten Freund weggenommen, weil ich so allein war. Er ist auch immer noch wie ein Geschenk für mich.Danke!
Ihm habe ich die kreative, offene und tolerante Freundin genommen. Ich bin ein denkbar schlechter Ersatz.
Nun gerate ich zwischen die Fronten, muss mich entscheiden, aber ich will nicht. Ich will die Zeit zurückdrehen und mich rauslöschen. Beide sind ohne mich wahrscheinlich besser dran. Ich hätte allein meinen Weg gehen sollen und nicht alles an mich reißen, was mich aus dem Schwarz zieht.
Ich muss mich ändern. Ich sehe es kommen, dass ich ihr wieder den besten Freund wegnehme, obwohl ich ihn gar nicht wirklich brauche und will. Doch ich mache das unbewusst. Ich spüre genau, was jeder Mensch braucht und genau das gebe ich ihm. Deshalb habe ich auch so viele Gesichter, für jeden bin ich eine andere Person. Das ist meine Stärke, meine Vielfältigkeit. Würde ich öfter über meinen Schatten springen, könnte ich fast jeder sein.
Die einzige Person, die ein anderer Mensch nie in mir sieht, ist die der Liebsten. Für niemanden in der Welt bin ich die Person, die man liebt, ohne die man nicht Leben will. Und doch bin ich für einige aus ihrem Leben nicht mehr weg denkbar.
Ich sehe die Sache ganz klar, um diesen einen Menschen zu finden, muss ich wahrscheinlich alle anderen Menschen aufgeben. Ich muss aufhören, die zu sein, die gebraucht wird und anfangen ICH zu sein.



... wenn ich nur wüsste, wer ich bin...

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