Sonntag, 2. Februar 2014

Gespräche

Schon komisch. Ich habe seit längerem mal wieder mit meiner Mutter über mein Leben geredet, über meine Zukunft. Ich erzähle ihr meine Ansichten und sie widerspricht mir nicht, gibt mir keine Ratschläge, stimmt mir nur zu und erzählt dann ein paar Anekdoten aus ihrem Leben, die meistens gar nicht richtig zum Thema passen.
Warum stimmt mir meine Mutter immer zu? Ich bin doch noch so jung, sollten nicht irgendeine meiner Sichtweisen falsch sein? Sollte sie mir nicht irgendwelche Ratschläge mit auf den Weg geben, die mir im Leben weiter helfen? Sie hat mir schon oft gesagt, dass sie froh ist, dass ich nicht so schwach und eingeschüchtert bin wie sie. Aus ihrer Sicht habe ich anscheinend nur gute Seiten und richtige Ansichten. Das ist doch unmöglich, oder? Traut sie sich nicht, etwas gegen mich zu sagen? Hat sie Angst, dass ich ihr dann nichts mehr erzähle? Ich verstehe das nicht. Mich beschäftigt dieses Problem schon seit mehreren Jahre. Früher war das nicht so. Da hat sie mir Rat gegeben, um mir zu Helfen. Doch heute frage ich sie nicht mal mehr danach, ich erzähle einfach nur noch, vielleicht ist das der Grund, vielleicht ist ihr Verhalten meine Schuld.


Ich bin gerade in einer Phase, in der ich all meine Freunde von mir wegstoßen möchte. Ich hoffe das geht bald wieder vorbei. Ich will nicht alleine sein, aber mein Verlangen ihnen so viele Dinge an den Kopf zu knallen wird immer großer. Aber das kann ich nicht machen. Ich kenne mich,  wenn ich das einmal mit jedem mache, habe ich keine Freunde mehr, dann bereue ich meine Worte. Wenn ich jetzt schon weiß, dass ich meine Worte später bereuen werde ist das doch ein Zeichen, es gar nicht erst zu machen, oder?

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