Freitag, 22. April 2016

Mehr verloren?

Gerade habe ich die alten Einträge von vor 3 Jahren gelesen. Ich hatte meine erste beste Freundin in einem Club wieder getroffen, wir haben uns unterhalten, darüber war ich sehr froh.
Ich habe geschrieben, dass sie sich nicht ihren "Gegnern" gestellt hat, sondern gegangen ist, ich aber habe gekämpft. Sie habe ich deshalb nie als schwach angesehen!
Heute frage ich mich, ob ich bei meinem Kampf nicht auch sehr viel verloren habe. Ich habe mir gesagt, ich hätte gewonnen, die anderen können mir nichts mehr anhaben. Doch genau das wird mir mit den Jahren immer mehr zum Verhängnis. Ich frage mich langsam, ob ich damals einen wichtigen Teil meiner Gefühlswelt verloren habe, bzw. sie aus Angst weggeschlossen/verdrängt habe.
Für mich ist es ganz normal, dass man nicht an mich denkt, dass man mich "schlecht" behandelt. Ich sage das und fühle keine Angst, Trauer oder Wut. Ich fühle nichts, obwohl andere sagen, dass da was sein sollte.
Mein einziger Freund hier im Studium spricht mich immer mehr auf meine Emotionslosigkeit an. Langsam kommt es mir vor, als ob ich für ihn gar keine Gefühle mehr besitze. Wenn ich ihn mal wieder nicht verstehe oder aus versehen verletze ist er mir zwar böse, aber vergibt mir, weil er weiß, dass ich das nicht mit Absicht mache. Für mich wird die Situation immer seltsamer. Viele Leute akzeptieren mich, wie ich bin. Sie haben sich damit abgefunden, dass ich "kühl" bin. Aber jetzt frage ich mich ernsthaft, ob was nicht mit stimmt. Leider gibt es keinen in meinem Umfeld, der mich kennt, wie ich jetzt bin und wie ich vor 4 Jahren war um mir zu sagen, wie ich mich verändert habe.

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