Freitag, 19. Januar 2018

Du liebst mich - Ich liebe dich

Liebe habe ich nie verstanden. Ich habe mich immer gefragt, wie sich das wohl anfühlt. Teilweise zweifelte ich sogar an meiner Fähigkeit überhaupt lieben zu können.
Nun weiß ich, Liebe ist das Einfachste auf der Welt, das Natürlichste. Sie ist warm. Liebe tut auch nicht weh, nur unsere eigenen Verlangen können uns im Zusammenspiel Schmerzen zufügen, aber das können wir theoretisch kontrollieren. Ich konnte mir das nie vorstellen. Nun bin ich dem Menschen, der mir das zeigte, unendlich dankbar. Von jemandem geliebt zu werden ist irgendwie nochmal was anderes. Klar, meine Familie liebt mich, aber wir haben uns das nie so offen gezeigt. Jetzt jemanden zu haben mit dem Liebe auf Gegenseitigkeit beruht ist neu, aber auch mega schön.
Das ist alles so klischeehaft. Bin ich mit ihm zusammen, kommt es mir vor, als könnte nichts wirklich schlimmes passieren. Seine Liebe hilft mir, mich auf eine Art zu mögen und auch zu zeigen, die ich immer verdrängt habe. Ich will ihn einfach immer in den Arm nehmen, wenn es ihm schlecht geht, weil es mir dann auch schlecht geht. So kann ich die Liste endlos fortsetzen. Ich fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben aufrichtig geliebt und das ist ein wunderschönes Gefühl!
Mir ist bewusst, dass ich mich unglaublich verletzlich mache. Doch auch hier glaube ich an den Spruch aus meinem letzten Post. Genau diese Verletzlichkeit macht mich schön, macht mich echt. Ich gehe dieses "Risiko" zum ersten Mal ein. Mir wird immer wieder gesagt und gezeigt, dass es extrem schmerzt, wenn die Liebe des anderen wegfällt. Das glaube ich, wirklich. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich weiter machen sollte, wenn der Teil meines Lebens wegfällt. Vielleicht kann ich mir meine positivere Selbstwahrnehmung trotzdem bewahren. Das wird enorm helfen. Doch ich werde uns nie aufgeben. Ich habe das Gefühl, als ob ich es ewig mit diesem Menschen aushalten kann. Mir bleibt nichts anderes übrig, als zu hoffen, und das mache ich auch. Ich glaube an unsere Liebe!

Das ist so ein wahnsinnig seltsames Gefühl, diesen Text zu lesen und zu wissen, dass ich den geschrieben habe. Ich möchte diesen Text gern meinem Ich vor 8 Jahren schicken. Ich möchte mir selbst zeigen, dass ich ein Mensch bin, der es Wert ist, geliebt zu werden. Ich hätte mir damals von niemandem etwas einreden lassen dürfen, aber ich habe es zugelassen. Nun habe ich das letzte Jahr aktiv damit verbracht, mir diesen Mist wieder auszureden. Es war ein richtiger Befreiungsschlag, es zu großen Teilen geschafft zu haben. Ich sehe mich selbst nicht mehr als absolut austauschbar. Ich habe eine Persönlichkeit, die auf eine bestimmte Art absolut einzigartig ist. Das darf ich sagen, ohne arrogant zu klingen, denn jeder Mensch ist ein Unikat, auch ich.
Diese Veränderung hat auch dazu geführt, dass ich die dunklen Gedanken so gut im Griff habe. Mittlerweile ist mir klar, dass sie immer da sind, aber ich lasse sie nicht durchbrechen. Natürlich gibt es auch hier schlechtere Tage, doch mein Freund besitzt die Magie meine Gedanken zu besänftigen und sie zur Ruhe kommen zu lassen. Das zeigt mir, wie viel "Macht" ich ihm über meine Gefühlswelt gebe. Doch er hat mein Vertrauen verdient, also werde ich auch weiterhin offen und ehrlich zu ihm sein. So ist er auch zu mir. Dabei sehe ich immer wieder, wie schön sein Charakter ist. Ich will ihn einfach vor allem beschützen, was ihm Leid zufügen könnte..
Ach man, ich bin so verliebt und ich will, dass es nie endet!

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