Freitag, 4. Dezember 2020

Weltschmerz

Ich kann es nicht anders beschreiben, bei manchen Liedern fühle ich beim hören einfach einen Weltschmerz. Besonders deutlich ist es mir heute wieder bei dem Lied "Adiemus" von Karl Jenkins aufgefallen. Ich höre die Musik und schweife ab in eine Realität, die es nicht gibt. In eine Sprache, die ich nicht kenne. Ich sehe Menschen aus aller Welt friedlich singen, lachen, tanzen. Und ich spüre, dass wir alle miteiandner verbunden sind, alle das selbe empfinden.

An dieser Vorstellung schmerzt mich, dass diese Traum nie Wirklichkeit wird. Manchmal frage ich mich, ob diese Gedanken Blicke in ein Paralleluniversum sind (ja, ja, Esoterik und so), aber ich wünsche mir einfach, dass diese Szene irgendwo Realität ist.

Warum ich nicht glaube, dass der Traum je meine Wirklichkeit sein wird? Weil unsere Menschheit grausam ist. Ich verstehe die Menscheit immer noch nicht. Ich begreife nicht, warum wir uns unerträgliche Schmerzen zufügen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde, irgendwo. Und diese Unbegreiflichkeit schmerzt mich, ungemein. Die Musik reißt diese Wunde immer wieder auf, aber sie zeigt mich auch einen schönen Traum. Ich fühle schon fast Wehmut, einen Schmerz für etwas, dass es nie geben wird. Das fühlt sich so fern an, aber der Schmerz zeigt mir, dass alles so nah ist.

Der Geist ist etwas ganz besonderes. Erdachte Szenen können unglaublich vertraut wirken und sind doch für jeden anderen Menschen ungreifbar weit entfernt. Das ist das Besondere daran ein Mensch zu sein und ich wünschte, jeder Mensch würde diese Gabe ausgiebig genießen. Unser Geist ist der Rückzugsort für unsere verletzte Seele, wenn wir bereit sind, diesen unendlichen Raum zu betreten.

Ich finde den Vergleich schön, dass wir in unserem Kopf ein Universum haben, dass von der Größe und Schönheit vergleichbar mit dem Universum um uns herum ist. Egal welche Art von Universum, mich fasziniert es.





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