Ich habe einen äußerst interessanten Artikel über Freundschaft gelesen. Alle 5 bis 10 Jahre wechselt die Hälfte unserer engen Freunde. Wir sollten ehrlich mit uns selbst sein. Das besondere einer Freundschaft ist doch, dass sie zu jeder Zeit auf Freiwilligkeit beruht. Wir entscheiden uns dazu, mit jemandem befreundet zu sein. Aber wir sollten auch so fair sein und uns eingestehen, wenn die Freundschaft aus ist. Wenn wir nur noch von damals reden, dann ist es Zeit Abschied zu nehmen. Die Erinnerungen werden schließlich bleiben.
Es klingt vielleicht traurig, aber die Worte sind wahr. Das hatte ich nur noch nicht verstanden. Meine beste Freundin und ich haben vor 4 Jahren eigentlich alles richtig gemacht. Wir haben ein klärendes Gespräch geführt und beschlossen, dass unsere Freundschaft keinen Sinn mehr hat. Keiner war dem anderen mehr verpflichtet und doch fühlte ich mich schuldig für das, was mit ihr geschah. Ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht. Als ich sie dann wiedertraf wusste ich, dass es gut war, dass wir unsere Freundschaft beendet haben. Wir verstehen uns noch immer gut, aber das beruht wohl auf der gemeinsamen Zeit. Heute würden wir wohl nie die guten Freunde werden, die wir mal waren. Jetzt kann ich lächelnd an unsere gemeinsamen Jahre zurückdenken.
Ich bin froh, dass uns dieses komplizierte verkümmern der Freundschaft erspart blieb. Ich hoffe, ich kann mein Leben so weiterführen. Ich werde versuchen, jedem Freund gerecht zu werden. Aber ich sollte den Tatsachen auch in die Augen blicken. Ich denke, dieser Sommer ist der letzte mit meinen jetzigen Freunden. Danach werden wir uns so gut wie nie wieder sehen. Auch wenn wir das jetzt vielleicht noch nicht wahrhaben wollen. Natürlich erfüllt es mich mit Trauer, aber auch mit Stolz und Freude, denn ich hatte wundervolle Jahre mit diesen Menschen, die ich nie vergessen werde!
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