Donnerstag, 2. Januar 2014

Surreal

Alles kommt mir unecht vor. Ich fühle mich nicht, als würde ich mein Leben leben. Alles läuft vor sich hin, ohne das ich eingreife.
Ich lese, höre Musik, schaue Filme. Wenn ich damit aufhöre, erwache ich, wie aus einem Traum. Ich realisiere wieder, wo ich bin, wer ich bin. Mein Leben läuft auf Autopilot. Ich kann mich an wenige Situationen in letzter Zeit erinnern, in denen ich wirklich bewusst etwas gemacht habe. Auto fahren - läuft automatisch. Einsätze - Routine, sogar die großen Einsätze der letzten Woche liefen wie geübt. Schule - schon seit fast 12 Jahren Gang und Gebe, läuft. Nur bei meinen Freunden kann ich mich noch entscheiden, wie ich handle, was ich sage, was ich damit erreichen möchte. Aber auch das mache ich in letzter Zeit immer weniger. Mir sind so viele fremd geworden. Ich erkenne sie nicht wieder. Oft ist es für mich eine Qual, mich mit ihnen zu treffen, mich mit ihnen zu unterhalten. Manche will ich einfach anbrüllen, was sie den denken, wer ich bin, dass sie mich vollkommen falsch einschätzen, mich nicht kennen und nicht über mein Leben bestimmen sollen. Ich will sie anschreien, sie sollen nicht so scheiße ignorant sein. Nicht so tun, als ob sie wüssten, was das Richtige ist, es ist verdammt nochmal mein Leben! Ich will ihnen auch direkt ins Gesicht knallen, dass sie die Welt viel zu einfach sehen. Ich will sie fragen, warum sie sich mit ihrem begrenzten Horizont und Niveau zufrieden geben, ob das nicht erbärmlich ist. Ja, das würde ich gern machen, aber ich tue es nicht. Warum? Wir waren doch gerade beim begrenzten Niveau. Sie würden mich nicht verstehen, würden mich fragen, ob ich einen Schaden hätte und was das soll. Also lasse ich es. Warum Streit provozieren, bei dem ich nicht das erreichen kann, was ich will. Also schon verloren habe. Dann kann ich auch alles beim alten lassen.

So geht es mir immer. Ich lerne Menschen kennen. Meist mag ich sie zum Anfang gar nicht so sehr, aber mit der Zeit erkenne ich ihre gute Seiten. Fang an, sie zu mögen, sie werden mir wichtig. In manche verliebe ich mich sogar. Doch nach einer bestimmten Zeit, meisten 2 bis 4 Jahre, sehe ich in diesen Menschen nicht mehr das, was ich an ihnen mochte, oder ich erkenne Seiten, mit denen ich absolut nicht leben kann. So entferne ich mich emotional von diesen Menschen. Oftmals bekommen sie dies gar nicht mit. Danach verbleiben wir zwar auf freundschaftlicher Basis, reden ab und zu miteinander, aber mir sind diese Menschen nicht mehr wichtig. Sie können mich nicht mehr verletzten, aber eben auch nicht mehr motivieren oder mich glücklich machen. Sie existieren einfach nur noch.

Alles ist für mich sinnlos geworden. Die Hälfte meiner Freizeit verbringe ich in fremden Welten, ob nun in Büchern, Filmen oder meiner Fantasie spielt dabei keine Rolle. Diese Welten liebe ich mehr als die Wirklichkeit, traurig oder?
Ich sehe keinen Grund mehr jeden Tag zu überstehen. Ja ich weiß, es werden bessere Zeiten kommen in denen es mir gut geht. Aber diese Zeiten werden auch wieder vergehen. Auch wenn es 30 Jahre später ist, irgendwann ist Schluss. Für diese 30 Jahre lohnt es sich aber zu leben? Das weiß ich nicht. Ich wüsste, wie ich auch jetzt und für den Rest meines Lebens glücklich sein könnte, doch das lässt sich nicht so einfach machen. Manche Personen, die ich dafür brauche existieren in meinem Leben gar nicht. Es gibt Dinge, die könnte ich jetzt machen, aber ich habe nicht den Mut dazu. Zu feige zum Leben!
Da ich jetzt nicht einfach gehen kann, bleibe ich, vegetiere vor mich hin, für andere. Ich lebe für andere. Will alle anderen glücklich machen.
"Jemand, der alle anderen um sich herum glücklich machen will, wird einsam enden."
Schönes Zitat. Ich habe mich mit dieser Tatsache abgefunden und es mir zur Aufgabe gemacht, so lange gegen die Einsamkeit stand zuhalten, wie ich kann. Habe ich Glück, so wird jemand kommen, der mich daraus befreit, wenn nicht, werde ich für immer darin gefangen sein, zu schwach und unfähig auszubrechen.

Ich werde sehen, was die Zukunft bringt, was das neue Jahr bringt. Auf jeden Fall Veränderung. Ich muss mich von allen zwischenmenschlichen Beziehungen lösen, die ich noch besitze. Aber wenn ich mir den Text von ober nochmal durchlese, sollte mir das nicht all zu schwer fallen. Es gibt nur noch wenig Menschen, die mich festhalten können.

1 Kommentar:

  1. Meine beste Freundin.
    Sie ist immer für mich da. Wenn ich sie anrufe und um Hilfe bitte, kann ich mir bei ihr sicher sein: Sie ist gleich da. Ich kann mit ihr über alles reden und sie würde nie etwas in Frage stellen, von dem ich überzeugt bin. Sie kämpft für alles was ihr wichtig ist, ist sehr emotional im Umgang mit ihren Freunden, und hat ein großes Herz in dem viele Menschen Platz haben. Auch wenn sie für all ihre Freunde da ist, so kümmert sie sich auch immer um sich selbst, und ist so ein glücklicher Mensch. Sie weiß genau was sie in ihrer Zukunft machen will und setzt sich damit durch. Sie redet offen über ihre Gefühle und zeigt so auch Schwächen. Sie ist außerdem Mädchen. Mit Haut und Haar. Sie achtet immer darauf, positiv auf andere zu wirken, passt sich jedoch nicht an, sondern ist sie selbst und steht dazu. Wenn sie etwas an ihren Freunden stört, so sagt sie das offen heraus. Denn für sie basiert Freundschaft auf Ehrlichkeit. Jungen finden sie wegen ihrer Intelligenz, in Kombination mit ihrem Aussehen wundervoll. Meine beste Freundin genießt das Leben in vollen Zügen. Sie erfreut sich an jedem Moment, da sie offen und bewusst lebt. Sie kann an jeder Kleinigkeit noch etwas neues und spannendes entdecken. Sie wirkt authentisch, weil sie sich nicht verstellt. Sie ist einfach sie selbst, in jeder Lebenslage und strahlt Glück aus. Oft kritisiert sie Menschen, die nur für das Glück anderer Leben, weil sie der Meinung ist, diese Menschen verschwenden ihr Leben. Sie steht für den Grundsatz ' Jeder ist seines Glückes Schmied', und das alles macht sie zu der besten Freundin, die ich mir vorstellen kann.
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    Meine beste Freundin.
    Sie ist oft für mich da. Wenn ich sie anrufe und um Hilfe bitte, kann ich mir bei ihr zwar sicher sein, dass sie grad keine Zeit hat, aber manchmal klappt es doch. Ich kann mit ihr über vieles reden, doch oft habe ich das Gefühl sie denkt, ich hätte unrecht mit meinen Überzeugungen. Sie weiß oft nicht wofür sie eigentlich kämpft, wirkt kühl im Umgang mit ihren Freunden, und lässt nur die wenigsten Menschen an sich ran. Sie versucht immer allen Menschen in ihrem Umfeld zuzuhören und kümmert sich nur darum, dass es ihnen gut geht, und ist somit selbst oft eher unglücklich. Sie ist unsicher was ihre Zukunft angeht und lässt die Entscheidung offen. Sie redet sehr selten über Gefühle und versucht nie Schwäche zu zeigen. Sie ist kein typisches Mädchen. Sie achtet immer darauf, positiv auf andere zu wirken, und passt sich an, wenn es ihr leichter erscheint. Wenn sie etwas an ihren Freunden stört, so verschweigt sie es um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Für sie basiert Freundschaft auf der Illusion sie würde die anderen achten. Jungen finden sie wegen ihrer Intelligenz interessant, sehen sie jedoch eher selten als Mädchen. Meine beste Freundin quält sich durchs Leben. Sie lebt wie automatisch und kann sich deshalb nur an wenigen Dingen erfreuen. Sie wirkt manchmal seltsam, weil sie so verschlossen ist. Sie ist immer was die anderen gerade sehen wollen, und strahlt damit Kälte aus, wenn man sie kennt. Sie lebt für das Glück anderer und versucht gleichzeitig jede Art von Beziehung zu ihr zu kappen. Sie steht für den Grundsatz 'Der Mensch lebt von seinen Illusionen.', und all das macht sie zu einer Person, von der ich regelmäßig glaube sie zu kennen, bis sie ihren Schleier kurz lüftet und ich feststelle, dass auch ich auf ihre Illusionen hereingefallen bin.

    [vielleicht denkst du mal darüber nach....]

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